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Es war eine schönes Lager!

Banja! Für die Kinder einer der Höhepunkte, wenn nicht „der“ Höhepunkt. Jede Woche mieteten wir eine Banja (russische Sauna), damit sich die Kinder dort richtig austoben konnten. In diesen Räumlichkeiten hat es neben der eigentlichen Banja etliche Duschen und ein Bassin, was für die Kinder das Grösste ist.

In Tarussa und Umgebung gibt es keine Hallen- oder Freibäder. Gebadet wird in den Sommermonaten im Fluss. Dies ist mit ein Grund, weshalb der Anteil an Nichtschwimmern sehr gross ist.

Die Kinder wollten gar nicht mehr aus dem Wasser steigen. Speziell die gehbehinderte Ljuba. Im Wasser ist ihre Behinderung nicht mehr zu spüren. Hier bewegt sie sich wie all die anderen und kann ihrem Bewegungsdrang ungehindert freien Lauf lassen.


Die verschiedenen Ausflüge sind für die Kinder immer etwas besonderes. Im Holzverarbeitungsbetrieb „Master Plus 2“ konnten sie auch dieses Jahr wieder den Weg vom Holz bis zum fertigen Erzeugnis sehen. Da wurde gefräst, gehobelt, geschliffen usw. Am Schluss durften die Kinder noch selber Hand anlegen.

Das Wetter hatte in der letzten Woche Erbarmen mit uns und bescherte uns einen wunderschönen Sonnenuntergang. Diese Gelegenheit nutzten wir, um mit den Kindern am Waldrand ein Lagerfeuer zu errichten. Zu diesem Anlass bastelte jedes Kind am Nachmittag eine sogenannte „Vogelscheuche“. Während des Lagerfeuers wurden dann die Vogelscheuchen von den Kindern einzeln ins Feuer geworfen. Vorher erklärte uns jedes Kind, was es mit dieser Vogelscheuche verbrennen wolle. Streit, Hass, Neid und Angst waren dabei nur einige der genannten Wörter. Die Kinder, die vielfach aus zerrütteten familiären Verhältnissen kommen und von zuhause her Begriffe wie Zuneigung und Liebe nicht kennen, warfen diese Puppen mit grosser Genugtuung ins Feuer.


Am zweitletzten Tag fand dann die Feier zur Schliessung des Lagers statt. Die Kinder meinten jedoch, dass dies kein Freudenfest sei, denn nach ihrem Wunsch müsste das Lager noch lange dauern.

Dennoch, es war ein sehr schönes Fest. Die Kinder trugen einstudierte Tänze und Lieder vor. Für diesen Anlass bekamen sie spezielle Ballkleider, die uns eine Tanzschule zur Verfügung stellte. So standen plötzlich schick gekleidete junge Damen und Herren vor uns. Getanzt wurde dabei bis tief in die Nacht hinein.

Am Schluss der Feier überreichte die Direktorin des Lagers allen Kindern zum Andenken ein Diplom.

Wir blicken auf ein schönes und unfallfreies Lager zurück. In diesen drei Wochen durften diese Kinder ohne Sorgen und Ängste einfach mal Kind sein.

Jörg Duss


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Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.