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Das Dach ist fertig!!! |
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Fast ein Jahr lang begleitete uns dieses Projekt des Kindergartens "Sonne". Aus örtlichen, also russischen Spendengeldern sollte die Renovation des Dachs finanziert werden. RADUGA hatte in dieser Angelegenheit die Initiative übernommen.
Es gab Zeiten, wo ich selber kaum noch daran glaubte, dass wir dieses Vorhaben zu einem guten Abschluss bringen könnten. In diesen schweren Tagen, als wir von den Unternehmern meist nur den Rücken zu sehen bekamen, schwand bei vielen Helfern der anfängliche Enthusiasmus.
Als selbst die Mitarbeiter der Stiftung immer mehr zu zweifeln begannen, war meine Devise einfach nur noch: Optimismus ausstrahlen! Nicht immer einfach, wenn es galt einen Rückschlag nach dem anderen einzustecken.
Dann, im Sommer, auf Druck des Gouverneurs des Gebiets Kaluga, zu dessen Höhen unser Problem bereits gedrungen war, kam Bewegung in die Sache. Gefragt war nun die Tarusser Regierung. Nach einer hektischen Debatte im Stadtparlament wurde die fehlende Summe bewilligt. Unsere Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. Das Geld war noch nicht einmal überwiesen, als wie ein Blitz aus heiterem Himmel eine Auflage der Feuerpolizei kam. Die gesprochenen Mittel reichten aber bei weitem nicht aus für diese zusätzliche Forderung.
Von der Stadt bekämen wir keinen Rubel mehr, wurde uns bedeutet. Dieses Budget hatten wir genügend strapaziert. Die Unternehmer signalisierten uns dasselbe. Von den privaten Spendern, die fast ausschliesslich den wenig bemittelten Schichten angehörten, konnten wir auch nichts mehr erwarten. So blieb uns nur die Möglichkeit, uns mit allen Mitteln gegen diese feuerpolizeiliche Auflage zu wehren. Nach Wochen des Ringens kam dann endlich der Lichtblick: Wir fanden eine Lösung, wie wir dieses Problem umgehen konnten. Und gekostet hat es uns ausser Nerven nichts!
Heute kann ich mit freudigem Herzen berichten, dass der Kindergarten mit seinem neuen Dach in voller Pracht dasteht. Dass das nach relativ kurzer Zeit überhaupt möglich war, war auch dem Wetter zu verdanken, das uns mit Sonnenschein verwöhnte.
Im Kindergarten beginnt jetzt eine neue Ära. Eine Ära mit einem dichten Dach. Die Zeiten, wo das Personal mit Eimern versuchte, so viel wie möglich von dem überall durch das Dach tropfenden Wasser in den Zimmern aufzufangen, gehören der Vergangenheit an.
Für RADUGA bedeutete es eine grosse Erfahrung, die wir machen konnten. Der Aufwand hat sich gelohnt. Ein Kindergarten konnte erhalten bleiben! An dieser Stelle möchte ich mich persönlich bei allen bedanken, die mich in dieser oft schwierigen Zeit moralisch unterstützt haben. Denn alleine hätte ich die Kraft wohl kaum aufgebracht.
Jörg Duss
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