RADUGA versorgt 6 Schulen und 2 Kindergärten mit Lebensmitteln. Insgesamt verteilen wir jeden Monat ca. 1,5 Tonnen Teigwaren, Reis, Mehl, Zucker, Erbsen, Buchweizen, Sonnenblumenöl, Butter, Tee und Kekse.
Die Lebensmittel werden ins Stiftungshaus geliefert, wo wir sie abwiegen, abfüllen und für die verschiedenen Schulen sortieren. Die monatlichen Kosten für dieses Projekt belaufen sich für uns auf rund 1'000 Euro. Da wir in grossen Mengen kaufen, können wir mit 11 Cent/Kind/Tag dazu beitragen, dass 458 Kinder täglich warme Mahlzeiten vorgesetzt bekommen. Mit relativ wenig Mitteln können wir mit diesem Projekt unglaublich viel erreichen!
Da die Kinder in Russland zum Teil bis nachmittags um 15 Uhr zur Schule gehen, ist eine warme Mahlzeit unabkömmlich. Leider haben die kleinen Schulen in den abgelegenen Dörfern im Bezirk Tarussa ein zu bescheidenes Budget, um alle nötigen Lebensmittel selber zu kaufen (Die Zahlungen der Regionsverwaltung würden nur für eine warme Mahlzeit pro Woche reichen). RADUGA hilft seit 1998 – eines unserer ersten Projekte – damit Schülerinnen und Schüler voller Energie an ihren Lernstoff können und nicht hungrig in den Schulzimmern sitzen. Aber auch die Kinder selbst tragen ihren Teil dazu bei, indem sie in von der Schule angelegten Gärten Kartoffeln, Karotten, Randen und Kohl anbauen.
Die Freude der Kinder und Schulverantwortlichen ist jedes Mal gross, wenn unser Bus vorfährt. Sofort stehen zahlreiche Kinder bereit, um beim Ausladen zu helfen. Ein paar Kilo leichter, an Dankesworten reicher, umfahren wir dann Schlagloch um Schlagloch um ins nächste, von der Welt vergessene, Dorf zu gelangen.
Berno Z’Brun
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