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Weltliche Lieder an der Weihnachtsfeier des RADUGA Klubs |
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Zwei Tage vor der russisch-orthodoxen Weihnacht (7. Januar) feierten wir mit dem Klub der Pensionärinnen bei Buffet und Gesang im Stiftungshaus schon einmal vor.
Der Klub trifft sich seit den Anfängen unserer Stiftung. Er wurde ins Leben gerufen, um die Einwohnerinnen von Tarussa zu mobilisieren, um ein Netzwerk zu schaffen, die Bedürftigen auf RADUGA aufmerksam zu machen und nicht zuletzt, um alte Menschen zusammenzubringen. Der Klub besteht aus Frauen zwischen 60 und 87, die uns an der gestrigen Feier wieder einmal mit ihrer Energie und Lebensfreude ansteckten.
Kaum waren die Salate probiert, die Trinksprüche absolviert und zum Neuen Jahr gratuliert, ertönten schon die ersten russischen Volkslieder. Zweistimmig und vollkehlig sangen uns die „Mädels“, wie sie sich selber gerne nennen, ein Strahlen ins Gesicht. Die Lieder handeln von Kartoffeln und Männern, von Arbeit und Liebe also.
Die russischen Frauen verbringen ihren Lebensabend noch länger als in Westeuropa ohne ihre Ehemänner, denn die durchschnittliche Lebensdauer der Männer beträgt hierzulande bloss 59 Jahre, die der Frauen immerhin 72.
Auf dem Foto sieht man Julija Viktorewna, unsere Buchhalterin und Administratorin, bei den Vorbereitungen zum Fest. Zusammen mit Lydija Wassilewna und Berno Z’Brun haben wir die typischen russischen Festtagsspeisen zubereitet: Salat Olivié – bestehend aus Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Eiern und viel Mayonnaise; geschnittene Gurken und Tomaten; eingelegte Pilze; rohen Lachs; Fleischbällchen und Kartoffelstock und was nie fehlen darf – viel Petersilie und Dill. Als Ausgleich zum Wodka – den die Damen übrigens mit Wonne UND Mass zu sich nehmen - kochten wir getrocknete Äpfel zu einem Saft ein.
Galina Alexejewna, die 74-jährige Klubleiterin, erwähnte, dass sie den Vorsitz des Klubs einer Jüngeren übergeben möchte. Aber bis zum 8.März, der nächsten geplanten Feier, bleibt sie zur Freude aller noch Präsidentin.
Nach dem sonnigen Nachmittag brachten wir die Damen mit unserem Minibus durch Schnee und Eis wieder nach Hause. Noch auf der Fahrt, bis wirklich die Allerletzte ausgestiegen war, erschallten ihre Lieder in den Strassen von Tarussa.
Andrea Schild
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