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RADUGA auf Achse |
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Die Nachfrage nach Transporten mit dem kleinen RADUGA-Bus ist gross.
Der Kindergarten „Raduga“ kann nur in Obninsk Fleisch kaufen; die Schule Nr.2 braucht einen neuen Fleischwolf aus Kaluga; eine Mutter will ihren Sohn in die Psychiatrie einliefern und Rosa muss zum Zahnarzt.
Für Fisch- und Fleischwaren für Schulen und Kindergärten braucht es ein Zertifikat des Veterinärs, das die Qualität der Ware bestätigt. Das soll verhindern, dass Schulkinder mit „Gammelfleisch“ ernährt werden. Der Kindergarten in Wosnesenje kauft sein zertifiziertes Fleisch im 40 km entfernt gelegenen Obninsk und bat RADUGA um Auto und Fahrer.
Die Schule Nummer 2 in Tarussa, die grösste Schule, die von RADUGA Lebensmittel erhält, brauchte einen neuen Kühlschrank sowie einen industriellen Fleischwolf für die fast tägliche Hackfleischzubereitung für 400 Mäuler. Das Schulbudget reichte nur für den unabdingbaren Fleischwolf. Die russischen Schulgesetze sind relativ streng, nicht nur was die Zertifikate der Lebensmittel anbelangt, sondern auch in deren Lagerung. Fleisch, Milch und Gemüse dürfen nicht im selben Kühlschrank gelagert werden, sondern erfordern je einen eigenen. RADUGA finanzierte einen neuen Kühlschrank und transportierte ihn zusammen mit dem Fleischwolf von Kaluga nach Tarussa, damit die wichtige Schulernährung auch in Zukunft garantiert werden kann.
Koljas Mutter meldete sich bei RADUGA, weil ihr Sohn immer nervöser wurde und Schlafstörungen und Angstzustände aufweist. Sie wollte ihn lieber nicht mit dem öffentlichen Bus nach Kaluga zur psychiatrischen Abklärung fahren, weil sie Kaluga schlecht kennt. Also fuhr sie unser Fahrer direkt zur Psychiatrie, wo Kolja gleich freiwillig blieb.
Die im Rollstuhl sitzende Rosa musste zum Zahnarzt gebracht werden. Sehr tapfer liess sie sich ohne Spritze einen Zahn ziehen und vergoss anschliessend Tränen der Dankbarkeit, weil die Zahnärztin kein Geld dafür annehmen wollte. Die wartenden Patienten deuteten Rosas Tränen allerdings nicht in diesem Sinne, hielten sich die Wange und begannen vor Angst zu zittern…
Andrea Schild
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