Aktuelles
  Monatsberichte
  Sozialprojekte
  Selbsthilfeprojekte
  abgeschlossene
  Projekte
  Berichte
  Stiftungsrat
  Über uns
  Spenden und
  Steuern
  Briefe aus Russland
  Kontakt
  Reisen
Ein rein russisches Projekt

In der Kleinstadt Tarussa mit seinen rund 16`000 Einwohnern sind drei Kindergärten in Betrieb. Zum heutigen Zeitpunkt finden 367 Kinder einen Platz dort. 118 weitere Kinder stehen auf einer Warteliste, was für die betroffenen Eltern ein grosses Problem darstellt. Das dringendst benötigte Zusatzeinkommen des zweiten Elternteils entfällt. Wer die Möglichkeit hat, gibt sein Kind tagsüber zu den Grosseltern,

da aber gewöhnlich auch die noch arbeiten, entfällt für viele auch diese Variante.

Ende des vergangenen Jahres bekam ich einen Anruf von einer Mutter, der Vorsitzenden im Elternkomitee des Kindergartens „Sonne“. „Sie haben sicher schon gehört, dass bei uns im Kindergarten das Dach seit mehreren Jahren undicht ist“, fragte sie mich. Ja, ich kannte das Problem. Während der Sowjetzeit wurden viele Bauten mit Flachdächern ausgestattet. Im Winter wird die Bitumenschicht spröde, im Sommer weich. Zum x-ten Male wurde das Flachdach schon renoviert, das positive Resultat blieb aber stets aus. Im Gegenteil, eine Gruppe von 25 Kindern musste bereits geschlossen werden, eine weitere steht kurz davor, da die durch die Feuchtigkeit entstandenen Bauschäden bereits zu gross sind.


Auch waren mir die ungefähren Kosten für den der Aufbau eines Schrägdaches bekannt. Für unsere kleine Stiftung bei allem Wohlwollen leider viel zu hoch. Während des Telephongesprächs beschloss ich, einen Versuch zur Mithilfe bei der Lösung dieses Problems zu wagen. „Die Stiftung RADUGA hat leider keine finanziellen Mittel für dieses neue Projekt“, sagte ich der Mutter am Telephon, "aber ich helfe mit all meinen Kräften, Kontakten und Beziehungen, dieses Geld hier vor Ort aufzutreiben." Denn wenn das Dach nicht erneuert wird, muss mittelfristig der ganze Kindergarten geschlossen werden, was die Warteliste katapultartig in die Höhe treiben würde.

Seit diesem Telephongespräch habe ich an verschiedensten Orten Steine ins Rollen gebracht. Mitte nächster Woche findet eine Besprechung statt mit der Leiterin des Amtes für Volksbildung, der Leiterin des Kindergartens, der Vertreterin des Elternkomites, Vertretern des vor kurzem gegründeten Seniorenclubs RADUGA, dem Bauleiter der Firma „Master Plus 2“, welche die Arbeiten ausführen soll, und mit uns von der Stiftung RADUGA als Organisatoren.

Dieses Projekt hat für alle Beteiligten, nicht zuletzt für RADUGA, im postkommunistischen Russland ungeheure Bedeutung. War doch private mitmenschliche, nachbarliche Hilfe zur Sowjetzeit verboten – der Staat sorgte ja (angeblich!) für seine Bürger! Wird nun die den russischen Menschen eigene Solidarität und Hilfsbereitschaft wieder erwachen?

Wie wir uns das vorstellen und was herauskommt beim Versuch, dieses rein russische Projekt zu realisieren, erfahren Sie hier bei uns auf dieser Seite!

Jörg Duss


[ Aktuelles ] [ Monatsberichte ] [ Sozialprojekte ]
[ Selbsthilfeprojekte ] [ abgeschlossene Projekte ]
[ Berichte Stiftungsrat ] [ Über uns ] [ Spenden und Steuern ]
[ Briefe aus Russland ] [ Kontaktformular ] [ Reisen ]

© Raduga Stiftung
© 2004 Design & Programming


***************
NEU***NEU***NEU
***************
Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.