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Wir waren schon fast am Ziel

Nach dem schwungvollem Start der Renovationsarbeiten am Dach des Kindergartens "Sonne" hier in Tarussa im März sind wir im Sommer ins Stocken geraten. Die vor Ort mit enormem Aufwand gesammelten Spendengelder gingen unerbittlich zu Ende. Wir mussten uns Neues einfallen lassen.

Mit verschiedenen Aktionen sammelten wir weiter. Das ergab folgendes Resultat: 6.5% der gesammelten Spenden kamen von Privaten und Unternehmern, 19% trug die Stiftung RADUGA bei, der Rest von 74.5% kam vom Staat. Das Gesamttotal betrug 39`500.- Euro. In Anbetracht dessen, dass dies unsere erste Spendensammelaktion hier in Tarussa war, ist das Resultat erfreulich. Ein Wermutstropfen ist allerdings die prozentuale Verteilung der Spenden. Wir hätten uns gewünscht, dass sich die Unternehmer mehr engagierten.

Bei unseren unzähligen Treffen bekamen wir zu spüren, dass die Bevölkerung, nach 70 Jahren alten Systems, zur Übernahme von Verantwortung für öffentliche Anliegen noch nicht bereit ist. Vielen Unternehmern ist der Gedanke noch fremd, dass sie sich in der Gesellschaft mit den ihnen heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auch sozial engagieren könnten. Leider ist die Philosophie „Jeder ist sich selbst der Nächste“ bei vielen noch tief verwurzelt.

Wir wussten von Beginn an, auf was wir uns da einliessen. Aber die Tatsache, dass wir es geschafft haben, macht uns Mut für weitere Aktionen. Allerdings erst nach einer gewissen Ruhepause! Denn was die oben beschriebenen Zahlen nicht auszudrücken vermögen ist der Aufwand, insbesondere der nervliche, der schliesslich zu diesem Resultat führte.

Weitere Nerven kostet uns jetzt die vor kurzem erlassene Bestimmung, dass das Dach mit einem Geländer ausgestattet werden muss, aus feuerpolizeilichen Gründen, wie man uns sagte. Diese Arbeiten würden uns zusätzliche 8`400.- Euro kosten, die wir hier in Tarussa, wo wir bereits alles "abgegrast" haben, wohl kaum werden auftreiben können. So bleibt uns nur die Möglichkeit, uns gegen diese Bestimmung zu wehren, da sonst der bevorstehende Winter dem Gebäude weiteren Schaden zufügt.

Sollten wir es trotz allem schaffen, das Dach bis zum Winter einzudecken, wäre dies ein grosser Erfolg. Versuchen werden wir alles, denn es heisst ja so schön: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“!

Jörg Duss


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Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.