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Von einem Berg Spielzeug und einer geduldigen Kassiererin |
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RADUGA stellte fünf Kindergärten insgesamt 1'000 Euro für den Kauf von Spielsachen zur Verfügung. Der 2,5stündige Grosseinkauf war ein einziges Staunen – über die Vielfalt und Auswahl an Spielzeug und die Geduld der Kassiererin.
Mit glänzenden Augen und einer stattlichen Summe in der Tasche durchforschten die Kindergärtnerinnen den Spielzeugladen. Sie alle arbeiten in Kindergärten aus dem Bezirk Tarussa; die von RADUGA ganzjährlich mit Nahrungsmitteln für den Mittagstisch unterstützt werden.
Nach eingehendem Studium der Produkte und beratender Unterstützung der Ladenmanagerin standen wir schliesslich mit vollen Einkaufswagen vor der Kasse.
Vor lauter Freude über die vielen interessanten Spielsachen wurde ganz vergessen zusammenzurechnen, wie viel denn eigentlich schon in den Einkaufswagen lag, denn jedem Kindergarten stand ein nach Kinderzahl berechneter Betrag zur Verfügung. Weil wir auch noch alles zusammen bezahlen wollten, um einen möglichst grossen Rabatt zu bekommen, stellten wir uns auf einen etwas erschwerten Zahlvorgang ein.
Die Kassiererin schien dieser Umstand aber überhaupt nicht aus der Ruhe zu bringen. Mit einer unglaublichen Gelassenheit rechnete sie mit Taschenrechner und Zettel Zwischensummen aus, um zu wissen, für wie viel denn eigentlich jeder Kindergarten genau eingekauft hatte. Natürlich kam es vor, dass zu viel Spielzeug ausgesucht wurde. Mit Wehmut musste man sich also von einigen Dingen wieder trennen. Das konnten aber nicht alle Kindergärtnerinnen verschmerzen und wollten darum die Budget überschreitenden Spielwaren mit ihrem eigenem Geld kaufen. Dass jetzt noch mehr Zwischensummen gerechnet und einige Beträge einzeln einkassiert werden mussten, die anschliessend vom Schlusstotal abzurechnen sein würden, beeindruckte die Kassiererin immer noch nicht. Das änderte sich auch nicht, nachdem einige Frauen auf Grund des inzwischen ziemlich hohen Rabattes (42%!) für sich privat noch einige Dinge kaufen wollten. So wurde noch mehr gerechnet, aufgeschrieben, einkassiert, abgezogen…
Nach ungefähr einer Stunde an der Kasse drückte die Kassiererin auf die Total-Taste und nach weiteren 5 Minuten, die es brauchte, bis der meterlange Kassenzettel gedruckt war, half uns ein Ladenmitarbeiter schliesslich die gekaufte Ware einzuladen.
Shoppingmüde aber rundum zufrieden machten wir uns mit vollem Bus auf den Rückweg nach Tarussa. Die Spielsachen werden den Kindern zum Neujahr übergeben. Sicher werden die Kinderaugen beim Anblick der Puppen, Puzzles, Spielautos und Bauklötze noch mehr glänzen, als das schon bei uns im Laden der Fall war.
Berno Z’Brun
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