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Brand in einem Wohnhaus |
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In einem der Blöcke im Dorf Bochwisnevo, in dem wir monatlich Nahrungsmittel vorbeibringen, brach vor zwei Wochen ein Brand aus. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Betroffenen sind aber jetzt auf unsere Hilfe angewiesen.
Ausgelöst wurde der Brand durch eine Decke im Kinderbett, die in der Nacht auf einen Elektroheizer fiel. Die Wohnung, in der das Feuer ausbrach, ist nicht mehr bewohnbar. Die Familie lebt zurzeit bei Verwandten in Tarussa. Ihr Hab und Gut ist vollständig verbrannt. Die Nachbarswohnungen sind russgeschwärzt und stinken nach Rauch, sind aber bereits wieder bewohnt.
RADUGA veranstaltete letzten Samstag auf dem Markt in Tarussa eine Sammlung für die Brandopfer. Die Bevölkerung Tarussas zeigte sich solidarisch und spendete Kleider, Schuhe, Decken und Geschirr. Zusätzlich brachten wir Nahrungsmittelpakete in das Dorf unweit von Tarussa.
Die elektrischen Installationen wurden bereits wieder in Stand gestellt. Die Bewohner der Nachbarswohnungen haben mit dem Streichen ihrer Wände begonnen. Was mit der ausgebrannten Wohnung passiert, ist noch unklar.
Das betroffene zweistöckige Wohnhaus diente ehemals als Wohnheim für Kolchosearbeitende. Darum bestehen die Wohnungen meist aus nur einem Zimmer mit kleinem Vorraum, in dem gekocht wird. So lebt zum Beispiel die Familie neben der Brandwohnung zu sechst auf engstem Raum.
Wir betreuen mehrere Familien in solchen sich meist in einem desolaten Zustand befindlichen Häusern in Tarussa und Umgebung. Sanitäre Einrichtungen sind schlicht inexistent. Die Fenster sind undicht und daher im Winter mit Klebeband und Watte zugeklebt, was zur Folge hat, dass es in den Wohnungen meist heiss und stickig ist.
RADUGA bleibt mit den Brandopfern in Bochwisnevo und der Dorfadministration in Kontakt.
Andrea Schild
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