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Monatsbericht Januar 2008

Bis Mitte Januar hatte Frau Holle anscheinend noch geschlafen. Frost und eine graubraune Landschaft prägten das Bild. Gegen Ende Januar kam es dann aber anders. In gewissen Regionen, wie z.B. in Nischnij Nowgorod, waren die Schneemassen so enorm,

dass das öffentliche Leben lahm gelegt wurde. Zum Glück blieb es in Tarussa bei einer 20 cm Schneedecke, die den Kindern gerade ideal für einen Schneemann reicht.

Seit den ersten Tagen im neuen Jahr steht bei RADUGA die Sanitätsstelle im Ferienlager „Witjas“ zu-oberst auf der Tagesordnung. Wie viele von Ihnen sicher bereits wissen, ist Witjas ein Lagerkomplex, in dem sich pro Jahr über 300 der sozial schwächsten Kinder aus dem Gebiet Kaluga erholen können. Hier bekommen diejenigen Kinder, die von zuhause aus bestimmt keine solche Möglichkeit hätten, einen Ferienplatz.

Üblicherweise müssen solche Ferienlagerplätze von den Eltern bezahlt werden. Bei Witjas jedoch werden diese Beiträge vom Sozialamt getragen. RADUGA hat seit einigen Jahren das Recht, zweimal im Jahr 25 Kinder aus dem Bezirk Tarussa auszuwählen und für drei Wochen in dieses Lager zu schicken. Durch unsere täglichen Kontakte mit den Bedürftigen von und um Tarussa fällt es uns nicht schwer, diese Kinder zu bestimmen. Im Gegenteil, oft würden wir gerne noch mehr Kindern diese Möglichkeit geben.

Auf dem Gelände von Witjas steht neben dem Hauptgebäude, in dem die Administration untergebracht ist, der Kantine und den sechs Schlafbaracken die kleine alte Sanitätsstelle, die nun definitiv abgeschrieben werden muss, da akute Einsturzgefahr besteht. Da ohne die Möglichkeit medizinischer Grundversorgung das Lager keine Erlaubnis bekommt, die Tore zu öffnen, muss dringendst etwas Neues gebaut werden.


Mit der Erfahrung im Hintergrund, die RADUGA mit dem Holzhausprojekt gemacht hat, haben wir uns entschlossen, mit unseren eigenen Leuten den Bau zu durchzuführen. Auf einer Grundfläche von gut 120m2 sind zwei Krankenzimmer, zwei Toiletten und drei Behandlungszimmer geplant. In diesem einstöckigen Gebäude ist die Devise klar definiert: Es soll einfach, praktisch und kostengünstig gebaut werden.

Im vergangen Herbst hat RADUGA bereits das Fundament erstellt und die erste Balkenlage errichtet. Zurzeit arbeitet ein Team von uns daran, die Wände aufzurichten. Wir arbeiten momentan buchstäblich gewissermassen „von der Hand in den Mund“: Was wir an Spendengeldern sammeln können, fliesst direkt in Baumaterial. Da Anfang Jahr ein versprochener Beitrag nicht eingetroffen ist, stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Gelingt es uns nicht, den Restbetrag von Euro 31`500.- bis Ende März aufzutreiben, stehen die Chancen, dass diesen Sommer das Lager Witjas eröffnet werden kann, schlecht.

RADUGA wäre aber nicht RADUGA wenn wir die Zuversicht aufgeben würden! Mit allen verfügbaren Mitteln versuchen wir, alles in Bewegung zu setzen, um doch noch einen positiven Ausgang zu ermöglichen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja zuletzt!

Mit freundlichen Grüssen
Jörg Duss


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Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.