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Monatsbericht August 2008

Vom Wetter her dürfen wir uns über den August nicht beklagen. Unerwartet schenkte er uns noch einmal warme Temperaturen, an die wir nicht mehr geglaubt hatten. Die Gemüseernte konnte so unter optimalen Bedingungen eingebracht werden. In den Dörfern hört man zufriedene Stimmen,

was den Ernteertrag betrifft. Auch über zu wenig Pilze können wir uns in diesem Jahr nicht beklagen. Pfifferlinge und Steinpilze wachsen an den bekannten Stellen fast um die Wette. So ist die Vorratskammer vielerorts reichhaltig gefüllt und man sieht dem Winter gelassener entgegen.

Ende August verliess uns unser freiwilliger Helfer und Freund Berno Z`Brun. Seine offene Art und sein spontaner Umgang mit den Menschen hat allen hier Freude bereitet. Ob er unserer Einladung in einem Jahr, nach seinem Studium, folgen wird, wird sich noch zeigen. Wir würden uns freuen, denn solche Leute braucht das Land, wie es so schön heisst!

Ansonsten war im August für die Mitarbeiter der Stiftung Ferienzeit. Seit mehreren Jahren halten wir es so, dass alle miteinander ihren Urlaub antreten, um dann am 1.September mit dem Start der Schulen wieder ausgeruht die Arbeit antreten können. Ferien hatten aber nur diejenigen, die sich nicht in Tarussa aufhielten. Dies ist die einzige Möglichkeit sich ein paar ruhige Tage zu nehmen, etwas, was dem Schreibenden sicher auch mal gut tun würde!


Seit rund drei Monaten haben wir in Tarussa eine neue Regierung mit einem neuen Bezirksleiter. Herr Malzew ist der erste an einer solchen Stelle, den wir kennen und dem wir vertrauen. Er kam auf diesen Posten, nachdem sein Vorgänger wegen Korruptionsvorwürfen seinen Stuhl räumen musste. Sein grosser Vorteil ist, dass er zu Tarussa noch keine Beziehung hat, stammt er selber doch aus Kaluga. Dies macht ihn vorläufig unangreifbar und auch weniger voraussehbar.

RADUGA kennt Herrn Malzew seit Jahren von seiner Tätigkeit im Sozialministerium von Kaluga her. Als kompetenter Ansprechpartner und einer, der zu seinem Wort steht, ist er uns in guter Erinnerung. Auf seinem neuen Posten in Tarussa besitzt er sehr grossen Einfluss auf viele Fragen, die direkt mit der Arbeit von RADUGA in Verbindung stehen. Gemeinsam, d.h. zusammen mit Vertretern vom Sozialamt und vom Amt für Volksbildung, wollen wir jetzt die neue Situation in Russland, und speziell in und um Tarussa, analysieren.

Wie kann RADUGA im veränderten und sich weiter verändernden Umfeld am besten helfen? In gewissen Bereichen übernimmt heute der Staat die Aufgaben selber, die wir früher erfüllten. Heute sind im Budget dafür Gelder vorgesehen. Wo sind aber immer noch Lücken im Sozialsystem, die RADUGA ausfüllen könnte? Es kann sein, dass in absehbarer Zeit gewisse Projekt von RADUGA gekürzt werden oder ganz verschwinden, oder aber dass neue, den neuen Umständen angepasste, entstehen. Mit der neuen Regierung im Rücken sind das Aussichten, die unter guten Vorzeichen stehen.

Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie hier bei uns nachlesen, wie das Engagement der Stiftung in Zukunft aussehen wird!

Mit freundlichen Grüssen
Jörg Duss


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Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.