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Monatsbericht Juli 2004

„So einen Sommer habe ich noch nie erlebt“, hört man des öftern die Leute untereinander reden. „Sommer?“ tönt es dann immer fragend. „War das ein Sommer?“ Am 27. Juli hatten wir in Tarussa das erste Mal wirklich sommerliche Temperaturen und einen Tag lang keinen Regen! Um zu zählen, wie oft die Menschen im Fluss gebadet haben, reichen sogar die Finger einer Hand aus.

Und jetzt ist bereits August. Die Nächte werden länger, das Wasser in den Flüssen kälter. Das war's wohl für diesen „Sommer“ und die Badesaison! Die Vorstellung, dass die nächste Badesaison erst wieder in ungefähr 9 Monaten beginnt, stimmt die Menschen nicht gerade heiter. Aber das ist halt die Natur. Und zum Glück können wir Menschen nicht alles beeinflussen.

Der Monat Juli stand für RADUGA im Zeichen zweier Projekte: Das Sommerlager für behinderte und benachteiligte Kinder, und die Renovationsarbeiten am Kindergarten in Wosnessenije.


Beim Umbau des Kindergartens kamen wir in eine entscheidende Phase. Ein Zimmer ums andere wurde fertiggestellt. Parallel dazu intensivierte sich der Kontakt zu den zuständigen Behörden, damit sie nun ihrerseits ihre Aufgaben erfüllen konnten. Sie müssen jetzt dokumentarisch alles erfassen und die verschiedenen Bewilligungen einholen. RADUGA distanziert sich bewusst von diesem endlosen Papierkrieg. Unsere Arbeit liegt woanders.


Ein Lager in Russland zu organisieren ist gar nicht so einfach. Unendlich viele Vorschriften von Seiten des Staates müssen erfüllt werden. Und noch während das Lager läuft, ist man den ständigen Kontrollen durch die Hygienestation unterworfen. Nach mehreren unerfreulichen Vorkommnissen in anderen Lagern in Russland in diesem Jahr waren die Kontrollen noch strenger. Dies alles kostet die Beteiligten viel Nerven und leider auch Zeit. Aber die Hauptsache ist für uns, dass das Programm für die Kinder durch diese "Bürokratie" nicht gestört wird, denn sie sollen eine unbeschwerte Zeit im Lager verbringen können.


In diesem Monat wurden uns angesichts des riesigen Arbeitsaufwands die Grenzen unserer kleinen Stiftung RADUGA bewusst. Jeder und jede war auf das Äusserste gefordert. Ich möchte darum hier allen Helfern und Mitarbeitern ganz herzlich danken für den tollen Einsatz. Denn man darf nicht vergessen, dass ohne den nie nachlassenden Enthusiasmus aller Beteiligten so etwas gar nicht möglich wäre.


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Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.