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Monatsbericht März 2007

Hat es so was früher schon mal gegeben? Ende März war der Schnee geschmolzen, die morastigen Strassen umgewandelt in staubige. Sogar die „Subotnike“, die Menschen organisieren in der Firma, in der Schule und zuhause einen Samstag wo sie mit vereinten Kräften den über den Winter angesammelten Müll entfernen,

das letzte Laub und das alte Gras verbrennen. Üblich waren diese Tätigkeiten so Anfang Mai, es erinnert sich hier niemand, dass dies jemals anders gewesen wäre!

Diesen Monat möchte ich Ihnen eine Person vorstellen, die sich seit fast zwei Jahren frü RADUGA einsetzt. Denn was wäre die Stiftung RADUGA ohne ihre unermüdlichen und treuen Helfer? Wir könnten nur einen Bruchteil unserer Arbeit verrichten. Einer Arbeit, die sehr zeitintensiv ist und viel Einfühlungsvermögen verlangt. In diesem Artikel möchte ich Ihnen eine unserer Helferinnen vorstellen, die sich mit unermüdlichem Einsatz um die Bedürftigsten kümmert.

Die Rede ist von Lidija Wassiljewna Utjonkowa. Als ich sie vor etwa vier Jahren kennen lernte, bedurfte sie selber unserer Hilfe. Ihr Mann war vor 8 Jahren an Krebs gestorben. Mit ihren zwei Söhnen, die beide behindert waren, stand sie nun alleine da. Ihre Altersrente, und die Invalidenrenten der Söhne, reichten kaum zum Leben. An den älteren Sohn Alexander erinnern Sie sich vielleicht: RADUGA schenkte ihm einen Computer, mit dessen Hilfe er sich in der Zwischenzeit eine kleine Verdienstmöglichkeit aufgebaut hat. Unter dem Titel „Leben in bitterster Armut“ erschien im Februar des letzten Jahres ein Artikel über diese Familie (nachzulesen auf dieser Internetseite).


Heute hilft Lidija Wassiljewna selber. Sie arbeitet im Seniorenprojekt und bei den Sozialbetten im Spital. Beim Seniorenprojekt besteht ihre Aufgabe darin, alte Menschen zu Hause zu besuchen, Einkäufe für sie zu erledigen, sowie Transporte zum Arzt zu organisieren. Dazu besucht sie die Alten unter den Patienten in den Sozialbetten im Spital von Tarussa. Sie bringt ihnen Lebensmittel, Kleider oder etwas zum Lesen, oder sie leistet ihnen einfach etwas Gesellschaft, denn die Sozialpatienten sind Menschen ohne Angehörige, die völlig auf sich allein gestellt sind. In der Regel befinden sich 5 bis 6 solcher Patienten unter der Obhut von RADUGA.

Durch ihre täglichen Kontakte mit all diesen Bedürftigen ist Lidija Wassiljewna für uns eine wichtige Stütze im Team geworden. Dank ihrem Einsatz haben wir noch ein umfassenderes Bild von der Situation in den kleinen Stuben in und um Tarussa bekommen. Zudem ist es uns möglich, noch mehr Bedürftigen wieder etwas Sonnenschein ins Leben zu bringen. Der Dank der Menschen, welche diese Hilfe empfangen, ist unbeschreiblich.

In diesem Beispiel hat sich das Leitbild der Stiftung RADUGA von der „Hilfe zur Selbsthilfe“ in schönster Weise durchgesetzt. Von der empfangenden Seite wechselte Lidija Wassiljewna zur Helferseite.

Jörg Duss


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Reise in den russischen Sommer 2010

Erleben Sie mit uns eine Reise in die russische Provinz! Wir offerieren Ihnen erneut einen einwöchigen Einblick in die russische Seele in Tarussa und Umgebung im Juli 2010. Gleichzeitig haben Sie die Gelegenheit, unsere Stiftungsarbeit vor Ort kennenzulernen.