Monatsbericht Januar 2017

Über mangelnden Schnee dürfen wir uns nicht beklagen. Auf den Feldern und in den Wäldern liegt der Schnee kniehoch. Für abgelegene Dörfer, wo die Schneeräumungsarbeiten nur langsam vorankommen, gab es in den letzten Wochen mehrere Tage, wo man überhaupt nicht vorwärts kam!
Die Temperaturen sind ebenfalls winterlich, maximal waren sie um die minus 30 Grad Celsius. Temperaturen, die aber für Mensch, Tier und Auto erträglich sind. Hier heisst es immer, was darunter ist, da wird es problematisch. Als Erstes bei den Autos, die dann kaum noch anspringen. Also beklagen dürfen wir uns nicht, hoffen wir, es bleibt noch eine Weile so.

Am 09. Januar war in Russland der erste offizielle Arbeitstag. Bei uns fand er bereits früher statt. Am 03. Januar sind bei uns weitere fünf Obdachlose eingetroffen. Nach dem medizinischen Check ging es dann direkt auf den Bauernhof, wo sie bei den Wiederaufbauarbeiten helfen. Bei den vorherrschenden Temperaturen sind sie froh, eine Unterkunft zu bekommen, wo geregelte Arbeits- und Mahlzeiten ihnen wieder eine Struktur vermitteln.

Gleichzeitig starteten alle RADUGA Projekte wieder ins Neue Jahr. 584 Schulkinder werden mit Mahlzeiten versorgt, um die 70 Familien bekommen als Unterstützung ein Lebensmittelpaket, um besser über die Runden zu kommen. Bei diesen Pakten muss ich erwähnen, dass wir ständig grosse Wechsel bei den Empfängern haben. Eine Familie kam wieder auf die Beine und benötigt dieses Hilfspaket nicht mehr, dagegen ist unerwartet eine andere in eine Schieflage geraten, wo sie vorübergehend Hilfe braucht.

Vor drei Tagen durften wir eine ganze Ladung neuer Kinderschuhe von einem Schuhgeschäft aus Moskau entgegennehmen. Solche spontanen Spenden freuen uns speziell, denn ohne diese Unterstützungen könnten wir unsere Arbeit gar nicht verrichten. Deshalb möchte ich mich auch bei Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, für Ihre Treue recht herzlich bedanken. Vielen Dank Euch allen, und viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit wünsche ich jedem von Euch für das neue Jahr.

Mit freundlichen Grüssen
Jörg Duss