Monatsbericht Februar 2017

Wer es gerne etwas kälter hatte, der wurde in diesem Monat bedient. Eine Woche lang knisterte der Schnee bei um die -25 bis -30 Grad Celsius unter den Füssen. Anschliessend war es bei ca. der Hälfte dieser Temperatur richtig angenehm, bis es dann gegen Ende des Monates sogar an die Nullgradgrenze hochging. Von dem Augenblick an schmilzt der Schnee förmlich unter den Füssen weg. Wer sich in dieser Zeit schon mal in russischen ländlichen Regionen aufgehalten hat, der weiss, dass dies Morast bis zu den Kniekehlen bedeutet.

Der Monat Februar ist wohl einer der ruhigsten Monate für das Stiftungshaus selber. Dies steht im Zusammenhang mit den Wetter- resp. Temperaturbedingungen, die draussen vorherrschen. Man geht nur so wenig wie möglich aus dem Haus. Die Kinder hatten in diesem Monat mehrere Tage frei, „Frostferien“, wie wir das nennen.

Für unsere Mitarbeiter gilt dies jedoch nicht! Die Lebensmittelpakete werden, egal wie es draussen aussieht, ausgetragen. Verzögerungen kann es geben, wenn die Autos kaum oder gar nicht mehr anspringen. Aber auch für solche Situationen sind die sehr improvisationsfreudigen Russen gewappnet!

Bei unserem Landwirtschaftsprojekt galt dasselbe. Um voranzukommen arbeiteten wir tagtäglich. Morgens liefen alle mit vom Frost gekennzeichneten roten Gesichtern herum. Doch sobald dann die Sonne hinter den Baumwipfeln hervorkam, war es gleich spürbar wärmer, und die Stimmung hellte sich bei allen auf. Interessant zu beobachten war auch die Tatsache, dass sich niemand nach dem Essen drinnen aufhielt. Alle gingen umgehend wieder nach draussen, weil man sich daran gewöhnt hatte, und die Wärme liess allzu schnell Müdigkeit aufkommen.

Dass so intensiv gearbeitet wurde zeigt sich am Resultat unserer Arbeit. Tag für Tag, Woche für Woche machen wir Fortschritte. Freie Tage oder ein Wochenende gibt es nicht. Beklagen wollen wir uns aber auf gar keinen Fall, denn alle haben das Ziel vor Augen, das Verlorene so rasch wie möglich wieder aufzubauen! Unter www.raduga.farm können Sie sich selber ein Bild machen!

Mit freundlichen Grüssen

Jörg Duss