Monatsbericht März 2026

Monatsbericht März 2026

Nach den grossen Schneemassen war und ist die Angst gross, dass wir von einem grossen Hochwasser heimgesucht werden. Jetzt, Ende März, kann ich berichten, dass wir bis jetzt verschont wurden, und die Tendenz zum heutigen Tag so aussieht, dass es wohl dabei bleibt. Der Grund ist der, dass der Schnee vor dem grossen Frost gefallen ist, und somit die Erde darunter nicht gefroren war. So versickert ein Grossteil des Wassers direkt im Boden, was die Bäche und Flüsse massiv entlastet! Hoffen wir nun, dass es in unserer Region auch in den nächsten Wochen noch so bleibt!

Dann hatten wir, wie es aussieht noch einen guten Stern über RADUGA. Seit ein paar Wochen ist bei uns, auf Probezeit für einen Monat, Jana eingestellt worden. Jana ist dreissig Jahre alt und kommt aus Lugansk, der ehemaligen Ukraine. Als die Bombardierungen der Stadt durch Kiew im 2014 anfingen, flüchtete sie mit ihren Eltern nach Russland. Von Beruf ist sie Juristin, und auch menschlich macht sie einen sehr guten Eindruck auf uns. Sie macht jetzt im Stiftungshaus die Sortierung der Altkleider, und sie nimmt alle Anfragen entgegen. Da sie sehr vif ist, übernimmt sie von Tag zu Tag noch mehr Funktionen und entlastet so die anderen Mitarbeiter, die nun wieder mehr an der vordersten Front arbeiten. Hoffen wir, dass es so weiter geht!

Am 12. März haben wir unsere Babuschkas ins Stiftungshaus eingeladen, um mit ihnen den internationalen Frauentag zu feiern. Dieser Tag hat in Russland eine sehr grosse Bedeutung und wird von den Frauen sehr geschätzt. Die Dankbarkeit der Teilnehmerinnen war wie immer riesig. Dieses Mal hatten wir viele neue Gesichter, ist es doch der Lauf der Zeit, dass sich dieses Kollektiv immer wieder „verjüngt“! Da wir wissen, wie man diesen alten Damen noch zusätzlich eine Freude machen kann, haben wir ihnen zum Abschied noch ein Stück „Salo“, Schweinespeck mit sehr viel Fett, geschenkt. Diese Feste für die alten Menschen sind mit Aufwand und Ertrag kaum zu verifizieren. Mit sehr kleinem Aufwand erreichen wir so viel Freude und Dankbarkeit, dass selbst all unsere Mitarbeiter diese positiven Momente für sich mitnehmen! Ich glaube, das ist so ein Geheimrezept unserer Stiftung. Viele Projekte haben einen kleinen „Aufwand“ und einen grossen Ertrag!

Vor ein paar Tagen hatten wir zwei grosse Schweine geschlachtet, zerlegt und an Grossfamilien verschenkt, von denen wir wissen, dass bei ihnen bei weitem nicht alle Tage Fleisch auf den Tisch kommt. Durch unser Bauernhofprojekt sind solche Aktionen möglich. Und ich kann Ihnen sagen, dass selbst für unsere Bewohner, die ich bei den Lieferungen jeweils gestaffelt mitnehme, die Freude darüber gross ist, dass wir gemeinsam etwas Gutes getan haben. Am gemeinsamen Abendessen erzählen dann diejenigen, die mitgekommen waren, wie sich doch die Kinder, oder auch Grosseltern in diesen Familien über dieses Geschenk gefreut hätten. Das Leuchten in den Augen der Dorfbewohner sagt dazu mehr als 1000 Worte!

Mit freundlichen Grüssen
Jörg

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